Umzug

So. Grün angestrichen wäre hier schon mal. Nochn bisschen krosig alles, ich muss noch durchfeudeln. Und schwindelig ist mir auch vor lauter Einstellungsmöglichkeiten. Wird schon…

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Frau Buntrock, Heimatliebe und die drei „B“

Als ich noch bei der Zeitung arbeitete, war Barbara Buntrock ein hübsches, dunkelhaariges Mädchen mit Geige, das mir mindestens jährlich in Gestalt einer Pressemitteilung auf den Tisch flatterte. Dann nämlich, wenn sie wieder mal „Jugend musiziert“ gewonnen hatte. Den Bundeswettbewerb, wohlverstanden. Dann schrieb ich eine Meldung und freute mich immer sehr, weil ich Mutter (Cellistin) und Vater (Geigenbauer) flüchtig kannte und auch das Mädchen mit der Geige ein paar Mal hatte spielen hören.

Inzwischen ist Barbara Buntrock an die 30 und hat ein paar weitere ziemlich aufregende Dinge getan. Viola studiert, beispielsweise, ein Jahr an der Juillard School gelernt oder als 1. Solo-Bratscherin beim Leipziger Gewandhausorchester gearbeitet. Immer wieder was zum Freuen.

Vollends begeistert bin ich aber darüber, dass diese tolle Musikerin nun schon im zweiten Jahr einen Arm voll Kollegen in ihre Heimatstadt schleppt und dort ein Festival für Kammermusik veranstaltet. Eine Woche, 13 Musiker, 264 Saiten. Der Pianist Kit Armstrong ist dabei, der Cellist David Pia und das Leipziger Streichquartett, in dem Barbara Buntrock gelegentlich die 2. Viola spielt und das just heute Abend mit dem Vokalensemble Amarcord einen Echo Klassik bekommen hat. Viele gute Gründe, vom 22. Oktober an in die Immanuelskiche in Wuppertal-Oberbarmen zu fahren.

Benannt ist das Festival 3B übrigens nach „Bach, Beethoven, Brahms“, wie sich das gehört. Könnte meinetwegen aber auch „Barbara Buntrock, Bratsche“ heißen.

http://www.festival-3b.de/

Neutra in Wuppertal

Nur, weil es in Herford derzeit eine Richard-Neutra-Ausstellung gibt, hab ich aus den Besprechungen unter anderem in der Zeit überhaupt mal mitgekriegt (danke, Mark!), dass der Architekt der Hollywood-Stars zwei Häuser in Wuppertal gebaut hat, eins am Dorner Weg und eins am Freudenberg.
Diese Ignoranz konnten die vier schweizerischen Architekten schon mal nicht fassen, mit denen ich vorgestern vom Congo saß. Die waren ernstlich hergereist, um sich den Dom in Neviges und diverse 60er-Jahre-Kirchen in Wuppertal anzugucken, St. Ludger in Vohwinkel, St. Pius in Barmen, da staunt der Einheimische.
Herr Neutra also hat aber Mitte der 60er nicht nur in Wuppertal gebaut, sondern ist 1970 auch gleich hier gestorben, und zwar an gebrochenem Architektenherzen, wie man hier lesen kann, im letzten Absatz.

Ja, es IST ein anderes Thema, aber denken muss ich trotzdem an die immer mal wieder auftauchende „Nachverdichtung“ im Briller Viertel…

Der Ausschuss und das Gutachten

Hier liegt es, das Gutachten der Firma Actori zur Zukunft der Wuppertaler Bühnen. Genau genommen ist es ein Gutachten zur Zukunft der Wuppertaler Bühnen für den Fall, dass der Rat wie vom Haushaltssicherungskonzept vorgesehen 2 Millionen aus dem Budget der Bühnen streicht, die schon seit 15 Jahren mit immer weniger auskommen müssen. Drei Alternativen gibt es dann, trug Dr. Martin Dehli am 23. Juni dem Kulturausschuss vor: 1. Beide Sparten werden erhalten, 2. Das Musiktheater wird aufgelöst, 3. Das Schauspiel wird aufgelöst. Die folgenden Ausführungen gingen ins Detail, und der außergewöhnlich engagierte Gutachter trug die Konsequenzen dermaßen deutlich vor, dass es zum Weinen war. 
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